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Demokratie-Konferenz 2025

14. Okt.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Wie können wir unsere Demokratie im Alltag stärken?

Und was braucht es, damit junge Menschen in Windeck mitreden und mitgestalten können?


Zwei Tage lang lud die Partnerschaft für Demokratie Windeck (PfD) gemeinsam mit der Gesamtschule Windeck zur Demokratiekonferenz 2025 ein – mit Workshops, Diskussionsrunden und kreativen Impulsen.


Im Mittelpunkt standen die Themen Jugendbeteiligung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und lokale Demokratiearbeit. Schülerinnen und Schüler, Politik und Zivilgesellschaft kamen hier miteinander ins Gespräch und entwickelten Ideen für ein demokratisches Miteinander in unserer Gemeinde.



Jugendliche, Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie Vertreter*innen aus Schule, Verwaltung, Kommunalpolitik, Unternehmen und der Polizei kamen zusammen, um sich mit Fragen rund um Demokratie, Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt auseinanderzusetzen.


Im Zentrum standen die Perspektiven junger Menschen. In Workshops, Gesprächsformaten und im Offenen Dialograum wurde diskutiert, zugehört und gemeinsam nachgedacht – über Demokratie im Alltag, den Umgang mit extremistischen Aussagen, Medienkompetenz, Vielfalt und Möglichkeiten der Mitgestaltung.


Die Konferenz war als Arbeits- und Dialogformat angelegt: mit gemeinsamen Start- und Abschlussphasen, mehreren Workshop-Phasen über beide Tage hinweg sowie offenen Räumen für Austausch auf Augenhöhe. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Zugänge von Jugendlichen zu politischen Themen sind – von großem Interesse bis hin zu Skepsis. Genau diese Spannbreite machte die Gespräche lebendig und ehrlich.


Ein besonderes Element war der Offene Dialograum. Hier sammelte die Koordinatorin der PfD Windeck gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Ideen, Gedanken, Anliegen und Wünsche. Ziel war es, diese Impulse zu sichern und im Jahr 2026 gezielt weiterzutragen – insbesondere in das Windecker Bündnis für Jugend, Vielfalt und Demokratie (DEBÜ), sowie in Richtung Kommunalpolitik und Gemeinde. Der Dialograum wurde damit bewusst als Brücke zwischen jugendlichen Perspektiven und kommunalen Entscheidungsstrukturen genutzt.


Sehr gefreut hat uns, dass neben den Schüler*innen der Gesamtschule Windeck auch Jugendliche des Bodelschwingh-Gymnasium Herchen der Einladung gefolgt sind und aktiv an der Konferenz teilgenommen haben. Wir werten dies als ein starkes Zeichen für Dialog, gegenseitigen Respekt und ein gemeinsames Interesse an demokratischen Themen.


Ein besonderer Dank gilt der Gesamtschule Windeck, die die Demokratiekonferenz mit großem Engagement unterstützt und die Organisation in enger Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie Windeck möglich gemacht hat.


Die Jugendlichen aus Windeck haben viele eigene Ideen eingebracht, sie haben kritisch nachgefragt und großes Interesse an den Themen gezeigt. Das ist ermutigend – und ein starkes Signal für die weitere Demokratiearbeit vor Ort.



Auftakt - der Konferenzbeginn


Begrüßungsrede von Keno Schulz


In seiner Begrüßungsrede machte Keno Schulz, seit dem Schuljahr 2025/26 kommissarischer Schulleiter der Gesamtschule Windeck, deutlich, dass Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeiten sind. Er verwies darauf, dass demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten – sowohl durch rechtsextreme als auch durch linksextreme Tendenzen, die demokratische Verfahren, Institutionen und den respektvollen Umgang miteinander infrage stellen.


“Eure Stimme zählt. Eure Bildung, euer Engagement und euer Mut, aufrecht für andere einzustehen, sind das beste Mittel gegen solche Gleichgültigkeit, Ignoranz und Intoleranz. Eine starke Demokratie verlangt keinen stillen Konsens, sondern aktive Mitgestaltung. Tragt diesen Geist in eure Schule, in eure Familien und in eure Zukunft.”

Schulz sprach zudem aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen an, darunter gezielte Desinformation, die Verbreitung extremistischer Ideologien sowie rassistische und menschenverachtende Vorfälle. Diese Entwicklungen seien keine abstrakten Phänomene, sondern wirkten sich konkret auf das gesellschaftliche Miteinander aus – auch im schulischen Kontext.


Vor diesem Hintergrund betonte er die Bedeutung von Haltung. Demokratie lebe von Respekt, von der Achtung der Menschenwürde und vom Einsatz für Teilhabe und Vielfalt. Diese Werte seien nicht selbstverständlich gegeben, sondern müssten immer wieder verteidigt und aktiv gelebt werden.


Mit Blick auf die Demokratiekonferenz hob Keno Schulz hervor, dass es nicht allein darum gehe, Probleme zu benennen, sondern Haltung zu zeigen. Gerade bei Themen wie Teilhabe, gesellschaftlicher Ungleichheit und politischen Entscheidungen sei es wichtig, kritisch nachzufragen und unterschiedliche Perspektiven auszuhalten.


Zum Abschluss seiner Begrüßung dankte Keno Schulz allen Beteiligten für ihr Engagement und unterstrich die Bedeutung von Formaten wie der Demokratiekonferenz, um demokratische Werte im schulischen und gesellschaftlichen Alltag zu stärken.


„Wir stehen heute hier, weil Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt – jeden Tag, durch jede Stimme und durch jedes couragierte Wort.“

Extremismus erkennen – Radikalisierung vorbeugen

Jugendforum Windeck setzt klares Zeichen 


Ein besonderer Schwerpunkt der Demokratiekonferenz 2025 lag auf der Extremismusprävention – und dieser Schwerpunkt war ausdrücklich gewollt:

Das Jugendforum der Partnerschaft für Demokratie Windeck hatte beschlossen, Mittel aus dem Jugendfonds gezielt für vertiefende Workshops mit dem gemeinnützigen Verein Extremislos e.V. einzusetzen.


Die beiden Referenten Axel Reitz und Philip Schlaffer hatten bereits im September und November 2025 Vorträge an der Gesamtschule Windeck gehalten. Auf Wunsch der Jugendlichen wurden sie nun erneut eingeladen – diesmal für eine intensive Workshoparbeit im Rahmen der Konferenz. Insgesamt fanden sechs Workshops statt.


Unter dem Titel „Erkennen. Verstehen. Widerstehen.“ setzten sich die Teilnehmenden mit aktuellen Formen extremistischer Rekrutierung auseinander. Thematisiert wurden unter anderem Einstiegsmechanismen extremistischer Gruppen, Symbol- und Codeanalysen sowie digitale Radikalisierungsstrategien über soziale Medien und Musik.


Die Jugendlichen arbeiteten mit konkreten Beispielen, reflektierten eigene Online-Erfahrungen und entwickelten Strategien, um Manipulationsversuche frühzeitig zu erkennen und ihnen selbstbewusst zu begegnen.

Die Resonanz war eindeutig: In zahlreichen Gesprächen während und nach der Konferenz benannten Jugendliche die Workshops als Highlight der Veranstaltung. Auf Fragen wie „Was hat dich besonders beschäftigt?“ oder „Was fandest du am spannendsten?“ wurde immer wieder auf die intensive Auseinandersetzung mit den Referenten verwiesen. Besonders hervorgehoben wurde die authentische Vermittlung der Inhalte und der direkte Praxisbezug.


Mit der bewussten Entscheidung, Mittel aus dem Jugendfonds für diese Maßnahme einzusetzen, hat das Jugendforum Verantwortung übernommen und inhaltliche Prioritäten gesetzt. Die Jugendlichen haben nicht nur über Demokratie diskutiert, sondern aktiv darüber entschieden, welche Themen für sie relevant sind und wofür Fördermittel eingesetzt werden sollen.


Diese Form der Mitbestimmung zeigt, wie Jugendbeteiligung im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Windeck konkret ausgestaltet werden kann: selbstbestimmt, reflektiert und mit einem klaren Fokus auf die Stärkung demokratischer Handlungskompetenz vor Ort.








 
 
KONTAKT

Bürgerzentrum Windeck e.V.

Koordinierungs- und Fachstelle der

Partnerschaft für Demokratie Windeck
Dreifelder Kirchweg 3, 51570 Windeck


E-Mail: kontakt@buergerzentrum-windeck.de

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Danke für die Nachricht!

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