
Zeitzeugen-Gespräch in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
So., 10. Mai
|Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
Flucht nach Shanghai – Eine Familiengeschichte zwischen Verfolgung, Exil und Neubeginn


Zeit & Ort
10. Mai 2026, 14:45 – 16:15
Gedenkstätte Landjuden an der Sieg, Bergstraße 9, 51570 Windeck, Deutschland
Über die Veranstaltung
Die Gedenkstätte Landjuden an der Sieg lädt am 10. Mai 2026 zu einem besonderen Zeitzeuginnengespräch ein. Von 14:45 bis 16:15 Uhr berichtet Marion Schubert aus Berlin über die bewegte Geschichte ihrer Familie – und über ein kaum bekanntes Kapitel jüdischer Fluchtgeschichte: das Exil in Shanghai.
Worum geht es?
Zwischen 1943 und 1945 flohen rund 20.000 staatenlose Jüdinnen und Juden aus Europa in die chinesische Metropole Shanghai – damals einer der wenigen Orte weltweit, für die weder Visum noch Pass erforderlich waren. Viele fanden dort Zuflucht unter extrem schwierigen Bedingungen: geprägt von Armut, Zerstörung durch den Krieg und zunehmender Einschränkung der Lebensverhältnisse nach der japanischen Besetzung.
Im sogenannten „Shanghaier Ghetto“ im Stadtteil Hongkou waren die Geflüchteten gezwungen, unter prekären Umständen zu leben und ihren Alltag neu zu organisieren.
Die persönliche Geschichte
Marion Schubert (geb. Salomon) wurde 1946 in Shanghai geboren. Ihre Eltern waren bereits in der Silvesternacht 1938/39 vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach China geflohen. Nach…

